|
Zwei Stunden später landen wir in Shanghai. Zur Abwechslung haben wir wieder einen Mann als Reiseleiter und
der scheint diesmal auch etwas von seinem Fach zu verstehen; auf jeden Fall verfügt er über einen sehr
trockenen Humor, der für einige gute Lacher auf der einstündigen Fahrt zum Hotel gut ist.
|  |
|
Kurz vor dem New Asia Hotel kommen wir bereits an der Haupteinkaufsstraße, der Nanjing-Road, vorbei und können
das Lichterspektakel schon einmal kurz bewundern. Vom Hotel aus hat man zwar keinen überwältigenden Blick
auf die Skyline, aber vom Dach aus sieht man dennoch ein wenig.
|  |
9.Tag:
Von Shanghai bekommen wir zunächst nicht allzuviel zu sehen, denn den ersten Tag verbringen wir in
Suzhou, das von den Chinesen auch als das "Paradies auf Erden" bezeichnet wird.
Nachdem wir dann abends wieder in Shanghai angekommen sind, erwarten uns noch eine Artistenshow und eine Lichterfahrt.
Die Artistenshow im Yun Feng Theater verdeutlicht uns mal wieder, dass bei einem durchschnittlichen Europäer, sowohl
Gleichgewichtssinn, als auch Beweglichkeit nicht sehr ausgebildet sind.
|  |
|
Die erstklassige und abwechslungsreiche Show geht über zweieinhalb Stunden. Ob mit Jo-Jo's,
Stühlen, Gläsern, Vasen, Hüten oder Untertellern jongliert wird, alles wird auf einer faszinierenden
Art und Weise dargeboten.
|  |
|
Aber nicht nur Gegenstände müssen herhalten, auch der eigene Körper wird in allen Richtungen verbogen und...
|  |
|
...bei einigen Figuren werden sich nicht nur Physiotherapeuten fragen, wie der menschliche Körper
diese Position überhaupt unbeschadet einnehmen kann. Wie uns unser Reiseleiter nach der Aufführung berichtet,
können die Artisten dieses auch nur bis maximal Anfang zwanzig durchhalten. Danach ist der Körper einfach
verschlissen und nur wer viel Glück hat, kann vielleicht später noch als Trainer arbeiten.
|  |
|
Den Abschluss bietet eine Motorradshow, die zwar genaugenommen geklaut ist, so wurde diese schon vor Jahren vom
Zirkus "Flic Flac" als der "Globe of Speed" mit bis zu sieben Fahrern aufgeführt, aber mit fünf
Fahrern dennoch sehr spektakulär dargeboten wird.
|  |
|
Wenn in China gesagt wird, dass Beijing das China der Gegenwart und Xi'an das China der Vergangenheit sei, so stellt
Shanghai das China der Zukunft dar. Leider sieht man hier auch am Besten, wieviel vom alten China wirklich
noch übrig ist,... nämlich fast gar nichts! In den 60ern wurde von Mao im Kampf um Macht und alles
Althergebrachte, so ziemlich alles abgerissen und zerstört, was uns als Touristen heute hätte interessieren können.
|  |
|
Heute kann man zwar in Shanghai riesige Hochhäuser bestaunen (das Bild zeigt den Jin Mao Tower das derzeit höchste Gebäude in China), aber
bereits jeder kleinste Tempel wird schon als Attraktion angepriesen. Dennoch findet man auch noch ein paar
wirkliche Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Jadebuddha-Tempel (aber dazu später mehr).
|  |
|
An diesem Abend bestaunen wir die Skyline der 30-Millionen-Metropole. Der Bus bringt uns während der Lichterfahrt
zu verschiedenen Orten, an denen wir die besten Aufnahmen machen können, wie z.B. hier mitten auf der Nanjing-Road,
einer der Haupteinkaufsstraßen,...
|  |
|
...oder hier mit Blick auf den Oriental Pearl Tower,...
|  |
|
...oder von der Uferpromenade (Pudong) aus, von der man einen prima Blick auf die gesamte Skyline hat. Leider lungern
auch hier wieder hunderte von Postkartenverkäufern auf uns. Erstaunlicherweise sind die Karten diesmal sogar sehr
gut (und günstig mit 10 Yuan für 20 Stück), so dass ich tatsächlich ein Paket kaufe, aber irgendwie scheint
sich das rumzusprechen und schon kurz danach taucht die nächste Verkäuferin auf.
|  |
|
Diesmal bin ich aber schneller und gebe vor, ihr meine soeben erstandenen Postkarten verkaufen zu wollen, wobei ich
mich darin versuche, die von den Verkäufern verwendete Didaktik zu imitieren: "Postcards? 10 Yuan only!".
Ihr Gesichtsausdruck lag irgendwo zwischen ungläubig, überrascht und irritiert. Auf jeden Fall
verschwand sie daraufhin recht schnell.
|  |