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China - Xi'an
Ankunft in Xi'an, Wildganspagode, Terakottaarmee & Wasserspiele
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Am späten Nachmittag geht es dann mit Air China weiter nach Xi'an. Im Hotel, dem Dynasty, angekommen,
landen wir zunächst in einem Raucherzimmer, das jedem verrauchten Nachtclub
aus einem schlechten Hollywood-Thriller in nichts nachgestanden hätte. Nach einem
Zimmertausch haben wir zwar immer noch kein reines Nichtraucherzimmer, aber immerhin
ist freies Atmen möglich. Später stellt sich zwar noch heraus, dass dafür die
Toilettenspülung nicht funktioniert, aber das ist für den Haustechniker kein Problem.
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5.Tag:
In Xi'an steht als erstes ein Besuch der Wildganspagode aus dem Jahr 652 auf dem Programm.
Unser Reiseleiter weist uns auch gleich auf die tollen Wasserspiele hin, die jeden Abend um
halb neun stattfinden und die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, schließlich sind
es die größten Wasserspiele in China und die zweitgrößten weltweit. Natürlich ist die Fahrt am
Abend dorthin nicht im Preis enthalten und so wird noch schnell ein kleiner Betrag für die Fahrt
eingesammelt.
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Das Bauwerk gehört zwar zu den ältesten Chinas, aber länger als eine Stunde hält man sich
dort nicht auf. Während wir auf den Rest unserer Mitreisenden warten, probiere ich mich durch die
einheimischen Eissorten und wage mich an ein Maiseis, was zugegeben gewöhnungsbedürftig ist,
aber besser schmeckt als es sich anhört. Angelockt von der Exotik dieser Sorte, probiert eine
Mitreisende schließlich noch ein Erbseneis und ist ebenfalls begeistert.
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Und ich hatte es bereits geahnt: In Xi'an erwartet die Reisegruppe ein weiteres TAZ
(Touristen-Abzock-Zentrum). Diesmal ist es Jade, die völlig überteuert angeboten wird.
Wer es in Beijing noch nicht gelernt hat, der kauft auch hier wieder fleißig ein
und bezahlt für Kitsch ein saftiges Lehrgeld. Da ich meine Zeit in China besser verbringen kann
als in einem TAZ, gebe ich der Reiseleitung schoneinmal Bescheid, dass ich in Guilin
dankbar darauf verzichte und gerne etwas anderes zwischenzeitlich unternehmen möchte.
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Aber nach Xi'an kommt man nicht für die Wildganspagode oder dem Jade-TAZ, sondern nur aus einem
einzigen Grund: Die Terakotta-Armee. Es sind über 8000 Soldaten und Pferde in Lebensgröße, die
sich der erste chinesische Kaiser Qin Shi Huang rund 200 Jahre vor Chr. als Grabbeigabe hat
fertigen lassen.
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Jede dieser Figuren ist ein Unikat und hat individuelle Gesichtszüge. Man hat zwar schon
herausgefunden, dass die Körper nicht ganz so individuell sind und Körperteile in Massenfertigung
hergestellt und anschließend unterschiedlich miteinander kombiniert wurden, aber anders
hätte man diese Masse an Figuren auch gar nicht produzieren können.
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Nachdem ein paar Warnungen seitens der Reiseleitung erfolgen, keine Figuren vor dem Museum zu kaufen, da
diese eine schlechte Qualität hätten und nur im Museumsshop es diese in einzigartiger Qualität
gäbe, werden wir auch in eben diesen geführt. Dort gibt es die Terrakottafiguren in klein für
ab ca. 250 Yuan (ca. 26 Euro) pro Stück zu kaufen, aber da im Koffer nicht beliebig Platz ist,
können wir wiederstehen.
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Später, wieder zu Hause, werde ich in der Metro genau dieselben Figuren (sogar in gleicher
Verpackung mit gleichem Stoffbezug) für unter 10 Euro im Dreierpack sehen (Ende April 2006).
Auf eBay werden auch schon Nachbildungen dieser Figuren in Originalgröße angeboten.
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Am frühen Abend ist noch etwas Zeit übrig und so geht es diesmal ohne Reisegruppe durch die Altstadt.
In der sogenannten Opiumgasse gibt es zwar keine Rauschmittel mehr, aber man muss schon ziemlich
benommen sein, um hier ernsthaft etwas Teueres zu kaufen; zum einen ist alles hier garantiert
falsch und zum anderen wird man selbst den billigsten Kitsch woanders noch günstiger
(und sauberer) finden. An der Hauptstraße und jenseits der Touristenwege ist es da schon
interessanter, denn so haben wir uns China vorgestellt: überall hektisches Treiben und
exotische Lebensmittel, Garküchen und Alltagswaren wohin man auch blickt.
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Zurück am Hotel ist es soweit: Der Bus holt uns pünklich um 20 Uhr zu den Wasserspielen an der
Wildganspagode ab. Wer unabhängig sein möchte, der fährt lieber ohne Reisegruppe und Bus
per Taxi dort hin. Das ist zum einen günstiger als die 50 Yuan Busfahrtkosten und man kann nach
dem Schauspiel auch noch in den umliegenden Lokalen etwas trinken gehen, ohne sich direkt im
Hotel wiederzufinden.
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Am Abend ist Xi'an prachtvoll beleuchtet. Es gibt sogar einen eigenen Lichterplan: So werden
bestimmte Gebäude extra angeleuchtet und auch die Stadtmauer mit ihren vier Stadttoren ist
mit Lichtern geschmückt. Tagsüber ist davon jedoch nicht viel zu sehen und alles ist im
tristen Grau gehalten, ganz nach dem Motto: Abends hui, morgens pfui...
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Und natürlich ist auch in einer Kleinstadt wie Xi'an (es sind schließlich nur knapp 3 Mio.
Chinesen, die hier leben, 7 Mio. mit Umland) der Verkehr eines der größten Probleme.
Für die 5km zurück zum Hotel braucht unser Taxi knapp 45 Minuten - das hätten wir auch laufen
können (Hinweis für unsere deutschen Taxifahrer: Das Spaß hat nur 13 Yuan gekostet, also
ca. 1,30 Euro).
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